PowerBooster mit Heimspeichern – 160 kWh Quartierlösung geht ans Netz

Smart-Grid-Projekt „grid-control“ startet Feldtest in Freiamt bei Freiburg

26. Oktober 2017


Smart-Grid-Projekt „grid-control“ startet Feldtest in Freiamt bei Freiburg (Foto: ADS-TEC)

Smart-Grid-Projekt „grid-control“ startet Feldtest in Freiamt bei Freiburg (Foto: ADS-TEC)

Die EnBW-Tochter Netze BW GmbH und acht Partner aus Forschung und Wirtschaft starteten in einem feierlichen Akt am 11. Oktober 2017 das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt „grid-control“ in Freiamt, Baden-Württemberg (Landkreis Emmendingen im Schwarzwald). 

„grid-control“ bietet ein Gesamtkonzept für zukünftige Stromverteilnetze. Es ist das bundesweit erste Projekt mit ganzheitlichem Ansatz, das alle Bereiche der Wertschöpfungskette von Erzeugung bis Endverbraucher berücksichtigt und dabei die Themen Smart Grid, Smart Home und Smart Market vereint. Flexibilitäten wie Verbraucher und Erzeugungsanlagen werden zur Vermeidung von Engpässen genutzt und können zugleich am Strommarkt teilnehmen. Bei rund 30 Haushalten und Landwirtschaftsbetrieben wurden die PV-Anlagen mit einer neuen Steuer- und Messtechnik ausgestattet, sowie zusätzliche Batteriespeicher eingebaut und Energiemanagementsysteme installiert. Neben einigen ADS-TEC Heim- und Gewerbespeicherlösungen mit 9 bzw. 19 kWh ist der PowerBooster als Outdoor-Batterielösung mit einer Kapazität von 120 kWh bzw. einer Leistung von 120 kW eine wichtige Komponente mit zentraler Aufgabe. Weitere Testkomponenten sind ein regelbarer Ortsnetztransformator und eine Ladesäule.

Wir brauchen neue, intelligente Technologien, um langfristig eine sichere, umweltverträgliche und kostengünstige Stromversorgung gewährleisten zu können.“, sagte Ministerialdirektor Helmfried Meinel vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg bei der feierlichen Veranstaltung zum Feldteststart.

Auch die künftige Elektromobilität hat einen erheblichen Einfluss. Die Koordinierung aller Erzeuger und Verbraucher in einem "intelligenten" Netz ist daher wichtig: "Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen zu haben, ist eine weitere Herausforderung für das Netz", erklärte Martin Konermann, Geschäftsführer der Netze BW, und führte als Beispiel ein Wohngebiet an, in dem am Abend alle Pendler gleichzeitig ihre Autos aufladen möchten. Das könne die Verteilnetze an ihre Belastungsgrenze bringen und einen teuren Netzausbau bedingen, so Konermann.

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